19. Januar, Honolulu, (Hawaii)
23. Januar, Tabuaeran,(Faning-Island)
25. Januar, Nukunonu, (Tokelau-Inseln)
26. Januar, Apia, (West-Samoa-Inseln)
27. Januar, Fagamalo, (Samoa-Inseln)
30. Januar, Suva, (Fidschi-Inseln)
31. Januar, Yasawa-Inseln, (Fidschi- Inseln)
1. Februar, Lautoka, (Fidschi-Inseln)
3. Februar, Île des Pins, (Neu-Kaledonien franz.)
4. Februar, Nouméa, (Neu-Kaledonien franz.)

Liebe Fans, wie Ihr vielleicht gemerkt habt , wünsche Euch wir erstens immer drei Monate lang ein frohes neues Jahr, damit es auch wirklich ein frohes wird. Zweitens hielt auch unser Jetlag überdurchschnittlich lang an, so dass wir nun – wieder zurück im richtigen Leben – von unserer Reise berichten, bzw. Fotos zeigen können.

 

 

 

 

Wir sind wieder im Stadtbild zu sehen, endlich gibt´s wieder Hippie-Flair in der Einkaufsstraße, von wo aus wir ja am Anfang des Jahres vom Fleck weg auf die MS EUROPA engagiert worden waren. Die Hapag Lloyds sind eben kein Kulturbanausen. Interessante Momente, nette Kollegen und Innen, auch Kopfschüttelerlebnisse, schöne Menschen auf den Inseln, üppige Vegetation, Gegenden, in denen das Portemonnaie eine Nebensache, freundliches Beisammen und vor allem ZEIT jedoch Hauptwörter waren – und somit reichlich vorhanden. Schöne Auftritte vor einem anfangs teilweise etwas zurückhaltendem Publikum, das aber recht bald auftaute. Tanzende Gäste, lauschende Zuhörer, auch Menschen mit StraßenmusikerInnen-Berührungsangst, bis klar war, ja, sie tatsächlich bühnentauglich – und dann wurde auch wie immer nach unserer Musik getanzt So konnte man ROCK DIE STRASSE beispielsweise stundenlang auf Tabuaeran lustwandeln sehen. Immer die kleine „Hauptstraße“ entlang, auf der wir höchstens von Fahrrädern hätten überfahren werden können, auf denen immer mindestens zwei Kinder oder Eltern mit einem Kind auf dem Gepäckträger und einem Baby in der Gemüsekiste fuhren.

 

 

 

 

Wir wurden auf dem Steg empfangen von Männern und Frauen, die im Schneidersitz für uns sangen. Wir antworteten mit „Seven Bridges Road“, ebenfalls a capella. Dies stieß auf Begeisterung, besonders bei den Kindern, mit denen wir dann auch schon ´mal auf Bäume kletterten. Außerdem hängt ein Foto von ROCK DIE STRASSE nun in der Hütter der 3.Klasse , da die Lehrerin uns unbedingt in unserem Hawaii – Dress fototgrafieren wollte. Schön. Endlich einmal andersherum. Also, wer es sehen möchte: dritte Hütte von links auf dem Schulrasen. Erwärmende Offenheit und auch schüchterne Freundlichkeit begleiteten uns auf Weg und Steg (im wahrsten Sinne der Worte!!). Jugendliche bedankten sich für unser Interesse an ihrer Insel , wir waren 13 mal naß und ebenso oft wieder trocken, mussten aber auch Sätze von Gästen, wie Kollegen hören, die ungefähr so lauteten. „Was sollen wir denn da. Da ist doch nichts!“ Klar……“Nichts“ hieß dann natürlich, nichts zu schoppen. (Es gab eben nur wunderschönes Handwerk und Schmuck….) Oder miesepetrige Gesichter von Menschen, die eine Stunde auf der Insel spazierengegangen waren– bei 28 Grad, nicht etwa 8 Grad Hamburger-Schmuddelwetter- und fanden, dass es am Pool schöner sei. Tja, Geschmackssache. Geschmackssache? Hm….. Doch es gab glücklicherweise auch die anderen, die das, was sie sehen durften genossen, ohne sich bei Petrus, den Einheimischen oder der Hapag Lloyd über immer ´mal wieder Regen zu beschweren. Was ja denn auch eine Frechheit war. War ja schließlich für Sommer bezahlt….! Wunderschön war auch Ile de Pins. Die Insel mit den vielen Spitzen in der Silhouette , Hier gab es einen Stand, an dem Frauen für uns Passionsfrüchte und Ananas geschnitten und aus Palmenblättern Teller geflochten hatten. Kokos, Huhn und Maniok wurden in Palmenblätter gewickelt im Boden gekocht und uns serviert. Lächelnd und kopfschüttelnd wurde die Frage , was das denn kosten würde, ignoriert. Auch hier gab es einen findigen Gast, der fragte, ob man dies Essen denn überlebe.

 

 

 

 

Wir denken, er wohl mit Sicherheit nicht. Im Hafen von Suva, wo zufällig jeder, der uns ansprach in Frankfurt gearbeitet haben wollte, hatten wir dann auch gleich 30 Freunde, die alle zufällig ein Taxi besaßen, mit dem wir dann fahren sollten. Wir bevorzugten unser eigenes Gehmaterial. Einer unserer nettesten Kollege aller Zeiten war der Schauspieler „Irmgard Knef „ ( wenn Ihr ihn irgendwo spielen seht, geht hin!!!) Er war nur ein Teil des abwechslungsreichen Kulturprogramms, an dem wir Künstler und Innen immer gegeseitig Teil nahmen, um uns zu unterstützen. Mental und applausmäßig… Wir lachen immer noch über Irmgard und hatten auch privat viele schöne Momente mit ihm und den anderen. Vieles gäbe es noch zu berichten. Eindrücke vom Schiff und an Land. Von viel Zeit zum Proben für uns, viel Spaß wie immer beim Singen, sehr, sehr nettem Personal, mit dem wir vor allem am Strandabend viel Spaß hatten aber eben auch von für uns bedenklichen Momenten, z.B.wenn so ein teueres Schiff an bestimmten Inseln ankerte oder mittelmäßiges Benehmen europäischen Volkes uns peinlich berührte. Doch, was uns mulmig stimmte, war den Bewohnern Volksfest und der Spaß an uns war beeindruckend. Das Schiff war ein erholsamer Ort, wenn auch Silv öfter die Bekanntschaft der Kloschüssel in ihrer herrlichen Suite machen musste. Der erste Galaabend für sie fand denn auch nicht auf der Bühen, sondern – aufgebretzelt und frisch eingesungen – an eben diesem Ort stattfand. Wie beruhigend, daß auch der Schiffsarzt, der am nächsen Morgen in Ihrer Kabine Heilung bringen sollte , sehr, sehr blaß aussah. Weiße Strände, viele schöne Gespräche mit den Einheimischen, rührende Gastfreundschaft, ein freundlich lächelnder Eti Endermann, der uns viele Papayas in die Arme legte und eine Hütte schenkte, die er nicht mehr brauchte. Wir denken drüber nach. Ist wahrscheinlich etwas weniger einträglich , als die Spitalerstraße, aber viel, viel entspannter!

Nun schaut Euch die Fotos an und freut Euch auf die von Bord neu mitgebrachten Stücke in unserem Repertoire – denn RDS hat natürlich neben den Auftritten auch weitergearbeitet (na, gut , jaja, auch ´mal geschnorchelt und gelungert…) Wir freuen uns auf Euch in der Stadt, auf der Rumregatta, Fehmarn, auf allen Konzerten und Privatauftritten. Eure Honolulu-Babies !